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(Altes Bildmaterial von der Schleusenkammer und dem Wehr in Herbrum)

Dies ist das erste Dienstgebäude der Schleuse Herbrum.
Das Bild wurde aufgenommen im Sommer des Jahres 1960. In diesem Gebäude befand sich auch das offizielle Büro der "Abgaben- Hebestelle". Dieses Verwaltungszimmer befand sich auf der rechten Seite, dort wo die beiden Hufeisen am Wandgiebel hängen. Vor dem Hause steht die Familie Raether von links nach rechts: Vater u. bis dato noch "einfacher" Schleusenmeister Fritz Raether, Ehefrau/Mutter Margarete, davor der jüngste Sohn Siegfried Raether (lebt heute in den Niederlanden) und rechts sein älterer Bruder. Dann käme in der Reihenfolge die Tochter Marlis (nicht auf dem Bild) und  rechts außen der älteste Sohn Friedmar Raether.

Die alte Dienststelle wurde fortan während der Bauphase der neuen Schleuse als "Neubau-Büro" genutzt. Danach bezog der Wasser-Zoll dieses Haus. Nachdem die Schleuse nebst Dienststelle vollständig fertig gestellt war, zog auch der Zoll um und zwar in die dann alte Hebestelle (Bild unten), da diese in den Steuerstand der Schleuse gesetzt worden ist. Somit war das Schicksal des ersten Schleusenhauses (Bild oben) besiegelt und es wurde leider abgerissen.

 

Bei diesem Gebäude handelte es sich um die "verlegte Abgaben-Hebestelle" während der Bauphase nebst Dienstwohnung des Oberschleusenmeisters. Dieses Schleusenbüro wurde als solches bis zur Fertigstellung der neuen Schleuse nun benutzt. Bis zum Jahre 1960 war der Herr Wilhelm Siebels der Oberschleusenmeister der Schleuse Herbrum, gefolgt dann von Herrn Adalbert Lange. Im Jahre 1965 wurde dann Herr Fritz Raether zum Oberschleusenmeister (Dienststellenleiter) befördert und übernahm dieses Amt, welches dann den Umzug von dem einem Gebäude in das andere mit sich brachte.

Nach der Pensionierung des Oberschleusenmeisters Fritz Raether im Jahre 1978 diente die alte "Hebestelle" bis in die 80 Jahre hinein als Zolldiensthaus.

Nach Aufhebung der Binnengrenzen in Europa durch das "Schengener Abkommen" im Jahre 1985, wurde sodann auch dieses Dienstgebäude (Bild oben) überflüssig und im weiteren Verlauf 1988 wurde das Zollboot eingezogen, sowie diese Zollstation am 31.März 1995 geschlossen bzw. das Gebäude dann auch abgerissen. Nur 29 Jahre existierte das Zollamt Herbrum.

Dies ist der Aufgang zum alten Wehr der aus der Zeit von Kaiser-Wilhelm II- stammt. Erbaut wurde diese Wehranlage Anno 1898. Mit dem Bau des  Dortmund-Emskanal wurde im Jahre 1892 begonnen. Der Gesamtbausumme des DEK betrug damals rund 80 Mio. Mark. Obgleich für die Erdarbeiten schon weitgehend Maschinen eingesetzt wurden, waren in den Spitzenjahren jedoch über 4.000 Arbeiter beschäftigt. Da nicht so viele Arbeiter im hiesigen Raum da waren, halfen viele im Erdbau spezialisierte Holländer und auch italienische Maurer und Steinhauer mit. Diese machten etwa 30% aller Arbeiter aus. 1899 wurde der Kanal dann offiziell eröffnet.

(Klick hier für Infoblatt zum Bau des Dortmund-Ems-Kanals)

Auf dem Bild ist der Sonntagsbesuch der Frau Hanni Wolters aus Osterbrock(Bekannte der Familie Raether) und der Sohn Udo Wolters zu erkennen. Gefolgt von Siegfried Raether und seinem Bruder, sowie Vater Fritz Raether (jeweils im Halbprofil)

 

 

Bilder vom alten Schützwehr in Herbrum.
Diese Anlage wurde später im Jahre 1959 umgebaut zu einem Klappenwehr.
(DEK-km 212,040)

Das alte sogenannte Schützenwehr. Oben noch gut zu erkennen, die alte Schütze, die noch mechanisch betrieben wurden. Über dem Schütz befindet sich die Laufbrücke. Im Hintergrund sind die Bauarbeiten an der neuen Schleusenkammer zu erkennen.

 

Gemauerter Stein mit Fuge bestimmte das Bild der Anlage. Die senkrecht liegenden 6 Schütztafeln konnten einzeln bewegt werden. Hier ein Blick in die alte Schleusenkammer Herbrum aus dem Jahre 1934. Sie hatte eine nutzbare Länge von 163 m und Breite von 10 m. Sowie eine Hubhöhe von 2,66 m. Die alte Schleusenanlage hatte bis dahin schon unterhalb ein "Hubtor" und Oberhalb des Fahrwasser noch ein "Stemmtor". Dieses wurde während der anstehenden Umbauarbeiten ebenfalls durch ein "Hubtor" ausgetauscht.

 

Vor der Schleuse herrschte immer ein hoher Fahrbetrieb Es herrschte ein fortwährender Schleusenbetrieb...

 

Schiffe mit unterschiedlichster Ladung gingen hier kurz vor Anker Diese Ansichtskarte stammt aus den sechziger Jahren und  spiegelte ebenfalls die Schleusenanlage wieder. Wie die Bilder sich doch ähneln.
 

 

Bilder vom Umbau der Schleuse Herbrum im Jahre 1966.
(DEK-km 212,6)

Die Maschinen sind aufgefahren, der erste Erdboden ist bereits abgeschoben
und die Dampframme qualmt schon im Hintergrund.
Rechts ist das alte Schleusenwärterhaus mit der Baracke zu sehen.

Die riesige Dampframme trieb die Spundbohlen in den Emsboden ein. Das Rammgeräusch war zu dieser Zeit noch Kilometerweit zu hören gewesen. Die alte Schleusenanlage glich einer Großbaustelle. Rechts erkennt man die bereits eingetriebenen Spunddielen.

 

Es war noch echte Handarbeit am Bau gefragt. Was suchte hier das Ehepaar in der Baugrube, und wer waren sie? Noch wirkte alles wie ein großes Puzzle, aber die riesige Baugrube nahm immer mehr  seine Formen der neuen Schleusenanlage an.

 

Riesige Mengen an Kies, Beton und Sand wurden in die neue Anlage eingebracht.Und im Hintergrund stampft die Dampframme unaufhörlich weiter. Auch Unmengen an Stahlwirrwarr wurden hier Tonnenweise verarbeitet und mit verbaut.

 

Auch besonders gefertigte Konstruktionen kamen bei dem Bau der Schleusenkammern zum Einsatz. Die Baugrube wurde Stück für Stück weiter ausgeschachtet. Rechts steht das Schleusenwärterhaus an der alten Schleusenkammer.

 

Ein enormes und imposantes Bild innerhalb der Baugrube der neuen Schleusenkammer (Breite jetzt 12,00 Meter), die sich den Bauarbeiter täglich bot. Nun wurde im zweiten Abschnitt innerhalb der Kammern nochmals Spunddielen in den Emsboden mit einer mobilen Ramme eingetrieben, da das Sohlenmaß der Grube noch nicht erreicht war.

 

Nach dem ausschalen kam der neue Beton zum Vorschein. Vorne im Bild eine provisorisch eingebrachte Seilwinde, heute aus Sicherheitsgründen unvorstellbar. Der Seilbagger schaffte täglich tonnenweise Erdmaterial aus der neu entstandenen Kammer (jetzt 165,00 m lang), in den Außenbereich der Anlage ein.

 

Die Baugrube wurde mittels einfacher Baustrahlerlampen (rechts) für die Morgen- u. Abendstunden, in denen noch weiter gearbeitet werden musste, ausgeleuchtet. Kubikweise Untergrundwasser musste mittels einer ausgeklügelten Entwässerungsanlage, aus der Baugrube herausgepumpt werden, damit überhaupt ein sicheres Arbeiten in der Tiefe möglich war.

 

Und auch hier wurde wieder sehr viel Stahl, welches mittels der Binnenschiffe heran geschafft worden war, in den Bau der Anlage eingebracht. Dann wurde Kammer für Kammer mit dem Beton vergossen.

 

Auch im Außenbereich der Schleusenkammer musste ebenfalls einiges für den
neuen Fahrbetrieb hergerichtet werden. Rechts das Schiff die "WILMA"
Es wurden sowohl Oberhalb, als auch Unterhalb des Fahrwassers, neue Anlegestellen für die Binnenschiffe geschaffen, denn das Verkehrsaufkommen war auch in dieser Zeit auf dem Wasserweg schon sehr hoch.

 

Auch Arbeitsschiffe des Wasserschiffahrtsamtes kamen hier zum Einsatz. Rechts die "HEDWIG" Es wurde überall rund um die Schleusenanlage Herbrum gebaut und gewerkelt.

 

Dann kamen die letzten Ausbaggerungsarbeiten Und die Schleuse konnte geflutet werden.

 

Bis an die Baugrube stand nun schon das neue Wasser an. Während dessen im Außenbereich noch fleißig weiter gewerkelt wurde.

 

Ein Bild aus den Wintertagen vor der Schleusenanlage Herbrum (rechts die Schiffe L59A u. ETA S33) Hier ein Bild noch von der alten Anlage. Im Hintergrund ist schon die fertige neue Schleuse zu sehen. Der Schiffsname ist nicht genau zu erkennen "Herm..." vermutlich Hermann.

 

Hier verlässt die "Marlies" die alte Schleusenanlage. Das Bild stammt vom Dienstag den 12. Januar 1965 Die "Olga Scheu" verlässt die Schleusenkammer in Herbrum am 12.Januar 1965. Zu dieser Zeit ist Willy Brandt (SPD) regierender Bürgermeister von Berlin und Heinrich Lübke der Bundespräsident, sowie Ludwig Erhard (CDU) der Bundeskanzler der geteilten Bundesrepublik

 

 

Bilder von einem zwischenzeitlichen Unglücksfall an der Schleuse Herbrum

Auch ein Unglücksfall ereignete sich direkt an der Schleuse Herbrum. Hier war ein Traktorfahrer im Sommer 1959 mit seinem Gefährt die Uferböschung herunter gefahren und in den Dortmund-Emskanal gestürzt. Mehrere Helfer bergen den tödlich Verunglückten und tragen ihn die Böschung herauf.

Neben dem Einsatzfahrzeug der Polizei (VW Käfer im Vordergrund), steht auch noch ein LKW Magirus.
Ob es sich hierbei um ein Feuerwehrfahrzeug handelt ist unklar.
Im hinteren Bereich ist zudem eine BMW Isetta und die Einsatzkräfte zu sehen.

 

 

Die ersten Farbbilder vom Umbau der Schleuse und dem Umland
(u.a. ADO-Werk Hallenbau im Hintergrund)

Die ersten Farbfotoaufnahmen wurden gemacht von der Eindeckelung der Anlage. Der hier tätige mobile Schwerlastkran, der eigens zu Montagezwecken und zum einfahren der neun Hubtore benötigt wurde, holte man aus Dortmund heran. Er sorgte für das heute weithin sichtbare Bild der "Vier Türme". Das heutige Wappenzeichen der Gemeinde Herbrum. Mit schwerem Gerät ging man hier vor, um die großen und unhandlichen Baukonstruktionen "aufsatteln" zu können. Die Arbeitsstunde des für damalige Verhältnisse mächtigen Kran´s wurde mit einem Stundenlohnsatz von 800,00 DM vergütet. Das entspricht heute 409,00 Euro. Für damalige Verhältnisse ein enormer, aber unabkömmlicher Kostenfaktor.

 

Die fertige Schleusenanlage Herbrum mit der neuen "Abgaben-Hebestelle". Im oberen Teil des Gebäudes (Rundumverglasung) befindet sich der Steuerstand der Doppelschleuse Herbrum. Zur damaligen Zeit eine revolutionäre Steueranlage, denn diese war nun mit einem vollelektronischen Schaltstand ausgestattet. Zudem traten nun mehrere Überwachungskameras ihren Dienst an. Diese waren natürlich noch in schwarz-weiss gehalten!

Der vollständige Umbau der gesamten Anlage nebst Ober- u. Unterhafen und die Renovierung der alten Schleuse, verschlang eine horrende Summe von über 20 Millionen Deutsche Mark. Für damalige Verhältnisse eine enorme Investition einer Schleusenanlage.

Seit einigen Jahren wurde nun im Wege von Sparmaßnahmen diese Anlage nochmals modernisiert. Computer- u. Kameraunterstützt werden fortan nun die Schleusen in Bollingerfehr und Dörpen von der Schleuse Herbrum aus diesem Steuerstand heraus betrieben und bedient.

Die Zuständigkeit hat hier das Wasser- u. Schiffahrtsamt Meppen in Niedersachsen (siehe weiter unten)

Wie funktioniert eine Schleuse?

 

Eine Zukunftsprognose für die Schleuse Herbrum in das Jahr 2025

Auszug aus dem Vortrag des Herrn Michael Wempe von der Wasser- u. Schiffahrtsdirektion West anlässlich des Industrieforums mit offizieller Eröffnung des c-Port am Küstenkanal. Hier stellte er u.a. fest :

"...das in den Jahren 2000 - 2006 durchschnittlich 5,3 Millionen Güter durch die Schleuse Herbrum geschleust wurden"! Damit weißt die Schleuse Herbrum die größte Gütermenge in diesem Bereich auf, gefolgt von Bevergern mit 4,1 Mio.t und Dörpen mit 3,7 Mio.t und Oldenburg mit 2,4 Mio.t. Wobei die Zahlen seit dem Jahr 2000 in etwa konstant geblieben sind.

Die Analyse der Flottenstruktur der Schiffe zeigt zudem den Trend zu immer größeren Fahrzeugen. 68% der derzeit in Herbrum verkehrenden Schiffe gehören einer Größenklasse von über 1000 t (Europaschiffe 1000-1500 t) an. Jedes beladene Schiff an der Schleuse Herbrum transportierte 2006 durchschnittlich 970 t. Noch vor 6 Jahren lag der durchschnittliche Wert bei rd. 870t.

Nach dem seit März 2007 intern vorliegenden Gutachten werden für die Schleusen Herbrum, Bevergen, Dörpen und Oldenburg im Jahr 2025 auf der Grundlage einer güterspezifischen Leitdatenprognose und darauf aufbauend einer Prognose spezifischer Standort- u. Marktentwicklungene folgende Verkehrsaufkommen prognostiziert:

Künftig werden rund 6,7 Mio. t jährlich die Schleuse Herbrum passieren. Ähnl. hoch liegt mit 6,0 Mio. t das Güteraufkommen an der Schleuse Bevergern und rund 5 Mio. t. werden im Jahr 2025 durch die Schleuse Dörpen transportiert!

Die Menge der Container wird sich im Bereich Herbrum und Dörpen

bis 2025 von rund 19 000 TEU auf rund 42 000 TEU mehr als verdoppeln, unter der Annahme der Beibehaltung der derzeitigen Brückendurchfahrtshöhe von 4,94 m über NW.

(Cloppenburg, 13. Juli 2007 Wasser und Schiffahrtdirektion)
- Hier anklicken, für die vollständige Festrede -

 

 


(Bericht der Emszeitung vom 05.Dezember 2010)

Deichbaumaßnahmen im Bereich Rhede abgenommen –
Im laufenden Jahr 1,4 Millionen Euro investiert

Schutz vor Hochwasser an der Ems weiter verstärkt

Rhede. Mit der Erhöhung der linksemsischen Deiche im Raum Rhede/Borsum/Heede ist der Schutz gegen Hochwasser weiter verstärkt worden. Zur Verwirklichung der Maßnahmen wurden im laufenden Jahr insgesamt 1,42 Millionen Euro investiert...

 

Weiterlesen, siehe Link oben!

 

(Bericht der Emszeitung vom 11. August 2012)

Sieben Millionen Euro investiert

Emsdeich wird ein wenig höher und deutlich stabiler

Herbrum/Borsum. Das unbeständige Wetter mit zum Teil heftigen Regengüssen verzögert die Arbeiten am Emsdeich unterhalb der Schleuse Herbrum. Der Zeitplan ist allerdings nicht in Gefahr. Bernhard Dickebohm, Vorsteher des Deichverbandes Heede-Aschendorf-Papenburg , ist sich sicher, dass die Sanierungsmaßnahmen bis zum Herbst abgeschlossen sein werden.

 

Weiterlesen, siehe Link oben!

 

Hier noch einige weitere Info´s zur "Schleuse Herbrum "

Zuständigkeit:
WSA-Meppen
Telefon: (0 59 31) 8 48-1 11

Herbrum liegt bei km 212,5
über UKW-Kanal 22 zu erreichen.

Adresse:
Schleuse Herbrum
Emsstraße 50
26871 Papenburg/Herbrum

Telefon: (04962) 9 95 91-20
Fax: (04962) 51 94

Daten:
Nutzlänge x Breite (in Metern): 165 x 12 / 165 x 10
Tiefe: 2,80 m

Öffnungszeiten:
Geöffnet im Sommerzeitraum:
01.01. - 31.12.
Mo. - Fr.: 06.00 - 22.00
Sa.: 06.00 - 22.00
Sonntags und Feiertags: 06.00 - 14.00
 

 

Offizielle WEBCAM der Schleuse Herbrum
hier anklicken zur Livecam

 

Die Aalfangstation Herbrum an der Ems


Hinweisschild am Wehrhaus Herbrum/Emsland


Glasaale suchen sich den Weg nach oben durch eine Spalte
(Bildquelle: Aalfreunde.de)

Die Aalfangstation Herbrum war seinerzeit in der gesamten Bundesrepublik für seine enormen Fänge hinlänglich bekannt gewesen.
Bereits Albert Sandmann aus Borsum/Ems erzählte immer stets von den großen Aalwanderungen die sich dort Jahr um Jahr in Massen abgespielt hatten.
Zentnerweise wurden in dieser Anlage die berühmten Emsglasaale die in Scharen das Emswehr herauf schwammen, gefangen und abgefischt.

Man bemerkte frühzeitig, wie negativ sich die Verbauung der Gewässer auf den Aalbestand auswirkte. Daher errichtete man an einigen Stellen Fischtreppen und andere Aufstiegshilfen. Teilweise wurden auch sogenannte Aalbrutfangstationen gebaut. Diese wurden ursprünglich zum übersetzen der Jungfische für die verlorenen Einzugsgebiete Oberhalb der jeweiligen Verbauungen erfunden und errichtet. So wurde das alte Tidenwehr bei Herbrum beim Wiederaufbau in den 60er Jahren mit einer solchen Aalbrutfangstation ausgestattet. Zusätzlich wurden nun auch eine Fischtreppe und eine Rinne für aufsteigende Aale gebaut, damit auch die nicht gefangenen Fische weiter in die Oberläufe der Flüsse aufsteigen konnten. Die Glasaale wurden damals mit Leinenkeschern einfach aus dem Wasser gefischt. Eine kleine Lichtquelle wurde aufs Wasser gehalten und lockte so die quirligen Massen in die ruhigeren Abschnitte des Wehres. Ca. 2 Stunden vor bis 2 Stunden nach dem Nachthochwasser trafen die Glasaale damals am Wehr ein.

Zu jener Zeit konnten auch hier noch mehrere Tonnen Glasaale im Jahr für die abgetrennten Emsgewässer gefangen werden.

Bereits Anfang des letzten Jahrhunderts wurde man auf die Verfügbarkeit von Glasaalen für Besatzzwecke und die damit erzielbaren Profite aufmerksam. Dies weckte schon frühzeitig Begehrlichkeiten in unvorhersehbarem Ausmaß. Die Nachfrage begann derart rasant zu steigen, dass letzten Endes die Glasaale nicht mehr für den Besatz des ursprünglichen verbauten Gewässersystems verwendet, sondern an jene Fischer und Händler verkauft wurden, die das meiste dafür bezahlten konnten.

Wer viel Geld für etwas bezahlt, will es natürlich auch nur ungern wieder verlieren. Bei einem Besatz innerhalb des Einzugsgebietes bestand jedoch die Gefahr der Abwanderung zur Fortpflanzung ohne dass man einen Nutzen (Profit) hatte. Einen solchen Verlust wollte man deshalb, ohne Rücksicht auf die Folgen für den Bestand, unter allen Umständen verhindern.

Und so kam es zum massenhaften Besatz völlig ungeeigneter abflussloser Gewässer fernab der natürlichen Einzugsgebiete und zum verheerenden Verlust der natürlichen Reproduktionsmöglichkeiten des europäischen Aals über viele Jahrzehnte hinweg. Inzwischen stellt wohl der Anteil, der in kommerziellen Mastanlagen verschwindenden Glasaale, einen der schwerwiegendsten Verluste dar.
Dieser Eingriff in den ohnehin schon stark gebeutelten Kreislauf löste möglicherweise den Zusammenbruch der gesamten europäischen Aalpopulation aus und führte letzten Endes auch zu dem heute noch anhaltenden internationalen Preiskampf um die jungen Glasaale Westeuropas.

Weitere Quellinformationen hierzu erhaltet Ihr auch unter:

Glasaalfangstatistik im Wehr bei Herbrum von 1960- 2007

Aalbewirtschaftungsplan für die Ems

Aalfreunde.de (Website)

Aalfangstation Herbrum bald Ökologisches Zentrum? (Ems-Zeitungsbericht)

180000 Jungaale für Ems und Hase (Ems-Zeitungsbericht)

(Teilquellangabe: Aalfreunde.de)

 

 

10.10.2014 Herbrum.
Die Brücke über die Ems bei der Schleusenkammer Herbrum wird jetzt von beiden Fahrbahnseiten 24 Stunden durchgehend kameraüberwacht.

Auf Nachfrage bei dem zuständigen Sachbearbeiter im Bereich Straßen - und Brückenbau Herrn Röben, wozu diese Einrichtung der Überwachung durch eine Außenkamera  geschaffen worden ist, bestätigte der Mitarbeiter des Wasserschiffahrtsamt Meppen, der direkt auch verantwortlich ist für den Außenbezirk Lathen, dass fortan eine Videodokumentarische Aufzeichnung stattfinden wird. Die Brücke wurde in den 60er Jahren auf einer Stahlkonstruktion aufgestellt und wurde zudem im oberen Abschnitt mit Spanndrähten versehen. Hier soll durch die Aufzeichnung und durch zusätzlich angebrachte Messsonden, die sich unterhalb der Stahlkonstruktion befinden,  gefilmt werden, wie weit die Brücke bei starker Verkehrs- und Gewichtsbelastung beansprucht wird und wie sie hierbei ggfs. auch durchhängt. Bei dem Bauwerk wurde seinerzeit eine Gewichtsbelastung von 12 Tonnen festgelegt und durch ein Verkehrszeichen von beiden Fahrbahnseiten her kommend auch geregelt. Verantwortlich für die Neueinrichtung der Videoanlage ist die Bundesanstalt für Wasserbau.


Die Kamera ist hier noch seitlich zur Brücke ausgerichtet!

Diese vorerst für ein Jahr geplante Videoaufzeichnung dient einer Langzeitbelastungsüberwachung  des Brückenbaus bzw. auch seiner Konstruktion selbst und nicht wie von einigen Anwohnern aus der Ortschaft Herbrum und den Verkehrsteilnehmern vermutetet, der Überwachung zur Einhaltung der Vorfahrtsregelung die hier besteht. Da stets immer nur 1 Fahrzeug in einer Richtung die Brücke überqueren darf, war es hierdurch in der Vergangenheit oftmals zu Streitigkeiten unter Verkehrsteilnehmer gekommen, bezüglich der Vorfahrtsberechtigung. Verkehrsteilnehmer fahren oft achtlos auf die stark gekrümmte Brücke, ohne die Vorfahrtsregelung zu beachten.


(Bericht der Emszeitung vom 15. Oktober 2014)

 

Am 22.10.2014 konnte man jedoch vor Ort eine andere Gegebenheit an der Brückenüberwachung feststellen.
Es war jetzt nicht nur das Hinweisschild vom Wasserschiffahrtsamt-Meppen mit dem Schild der
Bundesanstalt für Wasserbau ausgetauscht worden, nein auch die Kamera selbst ist nun direkt auf die Fahrbahnspur eingerichtet worden!

Dient diese Kamera somit wirklich nur der Brückenaufzeichnung, wenn sie auf die Fahrbahn ausgerichtet ist?

Hier blickt das Kameraobjektiv direkt in die Fahrbahnspur der Fahrzeuge!

 

 

 

 

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